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Die Region
Die industrielle Historie von Langenberg
Langenberg wird im Jahr 1220 als "Langenberge"
erstmals erwähnt. Der Zusammenfluss des Deilbachs und des Hardenberger
Bachs im historischen Ortskern von Langenberg verstärkt zunächst
die handwerkliche und später auch eine industrielle Entwicklung.
Aus dem 14. und 15. Jahrhundert gibt es Hinweise auf Kalköfen und
Bergwerke. Es wird Blei, Zink, Kupfer, Steinkohle, Kalkstein und Tonschiefer
gefördert bzw. abgebaut. Begünstigt durch die Lage, siedeln
sich später auch Korn- und Papiermühlen an. In der Mitte des
18. Jahrhunderts gibt es für einige Jahre auch eine Schwert- und
Messerfabrikation.
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts entwickelt sich in Langenberg
die Seidenstoff- und Seidenbandindustrie. Sie wird für mehr als 100
Jahre zum dominierenden Industriezweig der Region. So gibt es hier 1828
u. a. 4 Seidenfabriken, 1 Seidenfabrik mit Färberei, 1 Wollweberei,
3 Färbereien, 1 Stoffdruckerei und 3 Papierfabriken.
Ihren Höhepunkt erreicht die hiesige Seidenindustrie
zwischen 1888 und 1914. In dieser Zeit arbeiten in 69 Textilbetrieben
fast 2000 Beschäftigte – das sind 80 % aller Industriebeschäftigten
der Region – an 261 Web- und 361 Bandstühlen.
Das Langenberger Seidengewerbe erlangt ab 1840 internationale
Bedeutung. Hier wird ein Verfahren entwickelt, mit dem es gelingt, das
Gewicht der Rohseide durch Hinzufügen von metallischen Stoffen beträchtlich
zu steigern. Diese Entwicklung fördert Ende des 19. Jahrhunderts
eine zunehmende Mechanisierung und die Konzentration der Weber in Fabriken.
Hier wird auch bereits sehr früh die Elekrizität zur Produktionssteigerung
genutzt. Die Monostruktur der Langenberger Wirtschaft macht sie sehr krisenanfällig.
Zunehmender internationaler Wettbewerb und rückläufige Nachfrage
führen um 1900 zu hoher Arbeitslosigkeit. In einem Antrag des Langenberger
Bürgermeisters von 1932 auf Staatshilfe kommt zum Ausdruck, dass
die Seidenindustrie seit 1914 am Boden liegt.
Die Entwicklung dieser für die Region so bedeutenden
Industrie bleibt rückläufig: Seit 1982 gibt es in Langenberg
noch 2 Textilbetriebe, wovon einer über 200 Beschäftigte hat.
Die "Neue Kirche", unsere heutige EventKirche,
entstand in der industriellen Blütezeit Langenbergs. Das spiegelt
sich in ihrer aufwendigen Ausstattung wieder und verleiht ihrem Interieur
bis heute eine großzügige, prächtige Ausstrahlung.
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